Kreditkosten – welche kommen zusätzlich auf mich zu?

Kreditkosten – welche kommen zusätzlich auf mich zu?

Sollte der Kunde eine Kreditlebensversicherung abgeschlossen haben fließen diese nicht in die Berechnung des effektiven Jahreszinses ein. Trotzdem kann das der Fall sein, wenn die Bank den Abschluss einer solchen Versicherung zur Bedingung der Kreditgewährung macht.
Vorgaben für einen Ratenkredit sind durch den Gesetzgeber genau geregelt. Die Kreditinstitute müssen den Kunden informieren vor Vertragsabschluss. So ist zum Beispiel vor Vertragsabschluss über dasein 14 tägiges Widerrufsrecht für einen Ratenkredit zu belehren, in schriftlicher Form.

Beim Dispositionskredit bewegen sich die Sollzinsen – sowie die jeweils höheren Überziehungszinsen bei Überschreitung des vereinbarten Kreditrahmens – variabel nach der aktuellen Marktentwicklung.
In der Regel weisen die den berechneten Zinssatz auf dem Kontoauszug des zu belasteten Girokontos aus.

Während der kurzzeitige Zahlungsaufschub bei „Charge Card“-Kreditkarten kostenfrei ist, werden
bei Karten mit revolvierenden Krediten (Bei einem Revolvingkonto (auch Revolving Credit) handelt es sich um ein Konto, das ausschließlich im Minus (Soll) geführt wird. Zinsen für den Betrag berechnet, der nicht zum Fälligkeitstermin ausgeglichen wird. Je nach Karte und Vertragskonditionen können die Zinskosten hier sehr unterschiedlich ausfallen. Informieren Sie sich genau über die Höhe der zu zahlenden Zinsen, wenn Sie bei Kartenzahlungen von revolvierenden Krediten regelmäßig Gebrauch machen wollen.
Vorsicht bei Partnerkarten: Zwar verdoppelt sich der finanzielle Spielraum, gleichzeitig aber auch die
Verschuldungsgefahr. Wer ganz sicher nicht in die Schuldenfalle durch Kreditkarten geraten möchte verwendet hier lieber sogenannte Prepaid-Kreditkarten

Neben einem einmaligen Entgelt für die Ausstellung einer Urkunde zahlt der Kunde auch sogenannte Avalprovisionen bei einer Bankbürgschaft. Sie betragen in der Regel jährlich 1 bis 3 Prozent der Bürgschaftssumme.

Weitere Kosten einer Baufinanzierung setzen sich aus dem Nominalzins aus Bearbeitungsgebühren
und Nebenkosten zusammen. Entsprechend dem Ratenkredit gibt auch hier der effektive Jahreszins
die wichtigste Richtgröße zur Bemessung der Kreditkosten ab. Bei der Zinsfestlegung spielen
neben dem allgemeinen Zinsniveau und der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank auch Faktoren
wie die persönliche Kreditwürdigkeit des Kunden und der Wert der Immobilie eine Rolle. Weil es sich
bei Baufinanzierungen um langjährige Darlehen handelt, wird der Zinssatz normalerweise nicht für
die gesamte Laufzeit des Kredits festgeschrieben, sondern nach 10 oder 15 Jahren neu berechnet.
Als Nebenkosten kommen in Betracht Schätzkosten für das zu finanzierende Objekt und insbesondere
Notar- und Gerichtskosten für die einzutragende Grundschuld. Tipp: gut informierte Berater weisen
daraufhin, dass eine sog. „Buchgrundschuld“ geringere Kosten verursacht als eine „Briefgrundschuld“.


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